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Der perfekte Auftritt:
Was einen guten Messestandboden ausmacht

Messestandboden aus Holz und Ziegelwand

Das perfekte Messestand-Setting braucht eine stabile, funktionale und optisch ansprechende Grundlage, auf der es aufbauen und maximale Wirkung entfalten kann. Der Messestandboden wird gerne übersehen, obwohl er eine wichtige Komponente in der Konzeption und Planung, somit das Fundament für einen gelungenen Messeauftritt darstellt – und Sie bei den kreativen Gestaltungsmöglichkeiten vor die Qual der Wahl stellt.

In diesem Beitrag besprechen wir daher Schritt für Schritt, worauf es bei der Bodenauswahl ankommt.

Die Wirkung des Bodens am Messestand

Anfangs sollte man sich vor Augen halten, was der Boden auf einer Messe alles aushalten muss. Tausende Interessierte, oft über mehrere Tage hinweg, betreten Ihren Stand und bewegen sich darauf. Elektrik, LAN-Kabel und andere Verbindungen werden unter dem Bodenbereich verlegt, sodass keine Stolperfallen entstehen. Möbel und teils schwere Exponate werden darauf platziert und herumgerückt und überdies muss das sich Fundament optisch in das Gesamtbild des Messestandes einfügen.

Bei der Auswahl des Messebodens gibt es also einiges zu beachten. Und seine Wirkung sollte keinesfalls unterschätzt werden, denn dieses scheinbare Detail kann einen gehörigen Unterschied machen. Der Messestandboden kann ein auffälliger Blickfang sein, aus verführerisch, weichem Material bestehen, das zum Verweilen einlädt, die Akustik in der Halle optimieren oder geschickt die technischen Vorkehrungen verdecken, die für Ihren perfekten Messeauftritt notwendig sind.

Gehende Menschen über Messestandboden

Kriterien für die passende Auswahl

Haben Sie alles bedacht? Vom Bodenmaterial über die Rutschsicherheit bis hin zur Farbe des Bodens: Bevor Sie sich für das Fundament Ihres Messestands entscheiden, hilft diese Checkliste dabei, alle wichtigen Kriterien abzuwägen.

  • Stabilität: Für den perfekten Messestand braucht es eine solide Grundlage. Wenn der Bodenunterbau oder der Bodenbelag instabil ist, sich wirft oder rutschig ist, gefährdet das nicht nur den Messeerfolg, sondern auch die Sicherheit von Team und Besuchern.
  • Strapazierfähigkeit: Viele Schritte und teils enormes Gewicht müssen getragen werden – und dies zumeist mehrere Tage lang. Wird der Boden zudem bei anderen Veranstaltungen wiederverwendet, muss die Belastungsgrenze noch einmal entsprechend höher sein und die mehrmalige Montage aushalten.
  • Auf- und Abbau: Schnell und unkompliziert sind hier die Zauberwörter. Denn ist das Verlegen des Bodens besonders aufwendig, müssen mehr Zeit und somit auch Kosten dafür eingeplant werden. Darüber hinaus sollte die Abnutzung nach jedem Auf- und Abbau so gering wie möglich sein, damit der Boden im Sinne der Nachhaltigkeit mehr als einmal verwendet werden kann.
  • Brandschutz: Unfälle können immer passieren, besonders dort, wo Elektrogeräte im Spiel sind. Wenn viele Menschen zusammenkommen, gilt es daher immer Risiken zu minimieren . Mit einem Boden aus B1-zertifiziertem, also schwer entflammbarem, Material sind Sie auf der sicheren Seite.
  • Reinigung: Bedenken Sie bei der Auswahl des Messebodens gleich alle Szenarien mit, denn eine Tasse Kaffee ist schnell verschüttet und tausende Paar Schuhe gehen nicht spurlos vorüber. Wie leicht und vor allem wie schnell lässt sich der Boden reinigen? Briefen Sie Ihr Messestandpersonal dazu und stellen Sie die nötigen Utensilien für den Fall der Fälle bereit, damit solche Situationen nicht auf Kosten der Beratung gehen.
  • Nachhaltigkeit: In heutigen Zeiten ein Schlüsselwort. Achten Sie auf umweltfreundliches Material , das trägt nicht nur positiv zum Image Ihres Unternehmens bei, sondern sorgt auch für ein entspanntes Gewissen. Zudem sind wiederverwendbare Böden auch ökonomisch sinnvoll.

Last but not least stellt sich natürlich die Frage, welche konkrete Wirkung Sie mit dem Boden erzielen möchten. Für Optik und Effekt des Messestandbodens spielt vor allem die Auswahl des passenden Materials eine wichtige Rolle.

Das richtige Material für den Messestandboden

Von Teppich über PVC bis hin zu Echtholz: Bei der Materialauswahl gibt es unzählige Möglichkeiten, abhängig vom Gesamtkonzept, den technischen Anforderungen und dem verfügbaren Budget. So kann der Messeboden unerwünschte Lichtreflexe unterbinden, den Raumschall dämpfen und sogar dafür sorgen, dass das lange Stehen und Gehen auf der Messe die Füße weniger ermüden lässt.

Verschiedene Materialien für den Messestandboden

Von klassisch bis kreativ

Die klassische Variante stellt zumeist Rips- oder Velourteppich dar, der relativ günstig und in vielen Farbtönen erhältlich ist. Teppichboden am Messestand sorgt für eine gemütliche Stimmung, weichen Tritt und kann die oft schwierige Akustik in der Messehalle aufwerten. Aufpassen sollte man bei der Farbwahl, da auf zu hellen Tönen oft schon nach kurzer Zeit unschöne Spuren zurückbleiben.

Wer sich kreativ austoben möchte, greift zum Vinylboden. Er ist günstig, robust und leicht zu reinigen, kann somit problemlos wiederverwendet und vor allem mit jedem beliebigen Muster oder Motiv im Corporate Design bedruckt werden. PVC-Böden können direkt verlegt werden, sind allerdings – ebenso wie Teppichböden – nicht besonders nachhaltig.

Umweltfreundliche Materialien sind etwa Kork, Linoleum oder Echtholz. Weil letzteres zwar ein tolles Material, aber in der Anschaffung recht teuer ist, greifen viele Messeaussteller stattdessen zu Laminat in Holzoptik. Vorteilhaft ist dabei nicht nur der edle Look, sondern vor allem der Nachhaltigkeitsaspekt, da solche Böden ganz oder großteils aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen und recyclebar sind.

Die funktionale Variante

Je nach Beschaffenheit des Bodens in der Messehalle kann es notwendig sein, einen Doppelboden zu legen, also eine hölzerne Unterkonstruktion mit aufliegenden Bodenplatten, auf denen dann Kork, Teppich oder jedes andere Material verlegt werden kann. So werden Unebenheiten ausgeglichen und es entsteht ein angenehmes Gefühl beim Gehen. Wenn Sie sich für Laminat entschieden haben, ist die Doppelbodenvariante sogar unausweichlich, da dieses nicht direkt am Hallenboden verlegt werden kann.

Ein Doppelboden, auch Hebeboden, Podestboden oder Systemboden genannt, ist am Messestand auch deshalb eine praktikable Option, weil sich darunter technisches Equipment, Leitungen, Kabel und andere Details verstecken lassen, die andernfalls Potential zur Stolperfalle haben und optisch weniger ansprechend sind.

Verlegen des Messestandbodens

Fazit: Der passende Messestandboden als Erfolgsbasis

Der Blick nach unten lohnt sich, denn der richtige Boden auf Ihrem Messestand ist beileibe kein unwichtiges Detail. Je nach Bedarf kann er den Gesamtauftritt dezent abrunden oder als Blickfang dienen, der Interessenten anlockt. Neben dem passenden Material bedürfen auch Nachhaltigkeit, Brandschutz, Strapazierfähigkeit und der Auf- und Abbaufähigkeit genauer Überlegung, bevor die Entscheidung fällt. Doch ist Ihre Basis dann stabil und klug konzipiert, steht einem erfolgreichen Messeauftritt nichts mehr entgegen.

Hoffentlich konnten wir mit diesem Blog ein solides Fundament legen, das Ihnen die Auswahl des Messestandbodens erleichtert. Benötigen Sie noch Hilfe oder wünschen sich Unterstützung von Expert:innen? Unser Team hilft Ihnen gerne bei der Konzeption und Auswahl Ihres maßgeschneiderten Messestandkonzepts.